Bunte Alpaka Herde im Andengebirge von Peru

Das Tier Alpaka im Portrait

Jeder der schon einmal Kontakt mit Alpakas hatte, weiß, dass diese Tiere außerordentlich faszinierend und besonders sind. Sie sind im Hochgebirge der Anden Südamerikas beheimatet und zeichnen sich durch ihren freundlichen und sanftmütigen Charakter aus. Während Alpakas früher ausschließlich als Nutztiere für ihre Wolle und ihr Fleisch galten, sind heute Freizeitaktivitäten wie Alpaka Wanderungen und Alpaka Yoga auf Alpakafarmen, nicht mehr wegzudenken. Egal ob du schon Alpaka Fan bist oder dich gerade zum ersten Mal mit diesen Tieren auseinandersetzt, nachdem du unseren Artikel gelesen hast, wirst du so einiges über die südamerikanischen Kamele wissen.

 

Herkunft und Lebensraum von Alpakas

Alpakas stammen ursprünglich aus den Hochebenen der Anden in Peru, Bolivien, Chile und Ecuador. Die meisten Menschen verbinden Alpakas mit Peru, da es das Land mit der größten Alpakapopulation ist. In den ländlichen Andenregionen dieser Länder sind Alpakas seit tausenden von Jahren ein wichtiger Bestandteil der Kultur und Wirtschaft der indigenen Völker. Während die Alpakas in Peru, Bolivien und Ecuador in den Andenregionen zu finden sind, leben die Alpakas in Chile vorrangig in der Atacama-Wüste und den angrenzenden Gebieten. Darüber hinaus gibt es Alpakazuchten und -farmen in vielen anderen Ländern auf der ganzen Welt, darunter die USA, Kanada, Australien, Neuseeland und verschiedene europäische Länder. Diese Zuchten sind oft auf die Produktion von Alpaka Wolle spezialisiert.

Der Lebensraum von Alpakas sind also extreme Höhenlagen, mit rauen klimatischen Bedingungen. Die Anden liegen auf 3.500 bis 5.000 Metern über dem Meeresspiegel. Das Fell von Alpakas schützt sie dort nicht nur vor Kälte und UV-Strahlen, sondern sorgt auch bei wärmeren Temperaturen dafür, dass die Tiere nicht überhitzen. Was fressen Alpakas? Alpakas sind sehr genügsame Tiere und benötigen nur wenig Wasser und als Futter Gras, Heu oder Kräuter, um glücklich zu leben.

Alpakas zählen zur Familie der Kamele und werden häufig mit den größeren Lamas verwechselt. Die Vorfahren von Alpakas heißen Vikunjas, sie sind die wildlebende Stammform der Alpakas und leben bis heute frei im höchsten Andengebirge von Peru, meist auf über 4.000 Höhenmetern. Das Fell von Vikunjas ist noch hochwertiger als das von Alpakas, Vikunjas geben die teuerste Wolle der Welt. Ein wichtiger Unterschied zwischen Alpakas und Vikunjas besteht darin, dass Vikunjas in Freiheit leben, während Alpakas gezüchtete Tiere sind, die nur in menschlicher Obhut überleben können.

Die beiden Alpaka Arten Huacaya und Suri

Man unterscheidet zwei unterschiedliche Alpaka Rassen oder Hauptarten von Alpakas: Huacaya und Suri Alpakas. Während Huacaya´s etwa 95% des weltweiten Bestandes ausmachen, sind lediglich 5% Suri Alpakas.
Aufgrund dieser ungleichen Verteilung wissen die meisten Menschen überhaupt nicht, dass es unterschiedliche Alpaka Arten gibt. Die beiden Arten unterscheiden sich in ihrer Optik: Huacaya-Alpakas haben dichtes, weiches Fell, das in lockeren, welligen Locken wächst. Suri-Alpakas hingegen haben glattes, seidiges Fell, das in langen, hängenden Strähnen herabfällt. Wenn du einmal das seltene Suri Fell fühlen möchtest, empfehlen wir dir unseren Suri Alpaka Schlüsselanhänger mit echtem Suri Fell aus Peru, was gar nicht so leicht zu finden ist.

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Die Unterschiede zwischen Alpakas und Lamas

Die beiden Andenkamele sind zwar eng miteinander verwandt, doch gibt es deutliche Unterschiede zwischen Lamas und Alpakas was ihre Optik, Nutzung und ihr Verhalten angeht. Optisch kannst du die beiden Kamele einfach anhand ihrer Größe unterscheiden. Alpakas sind deutlich kleiner und zierlicher gebaut als Lamas, mit einer Schulterhöhe von 90-100 Zentimetern und einem Gewicht von 50-85 Kilogramm. Lamas sind größer und robuster. Sie haben eine Schulterhöhe von etwa 110 bis 130 Zentimetern und wiegen normalerweise zwischen 130 und 200 Kilogramm, also fast doppelt so viel wie Alpakas. Zweites Unterscheidungsmerkmal in der Optik ist der Körperbau. Alpakas haben einen schlankeren Körperbau, was sie oft leichtfüßiger in ihrer Bewegung macht, während Lamas einen massiveren und kräftigeren Körperbau aufweisen. Das Gesicht von Alpakas ist rundlich, mit kleinen Ohren, die eng am Kopf anliegen. Ihre Gesichtsform lässt sie niedlicher erscheinen als Lamas, die ein längeres, dreieckiges Gesicht haben mit größeren, nach außen gerichteten Ohren. Das Fell von Alpakas ist weicher und dichter. Es wird sehr geschätzt für die Herstellung hochwertiger Alpakawolle, die wiederum zu exklusiver Luxuskleidung verarbeitet wird. Lamawolle ist gröber und weniger dicht und eignet sich kaum für Kleidung. Sie wird stattdessen für die Herstellung von Teppichen und Touristen-Souvenirs verwendet.

Da die Wolle von Alpakas so geschätzt ist, werden die Tiere vorrangig wegen dieser gezüchtet. Man kann Alpakas auch essen, in Südamerika ist es üblich, Alpaka Fleisch auf dem Menü zu finden, während dies in Europa nicht der Fall ist. Lamas werden oft als Lasttiere eingesetzt. Sie können schwere Lasten tragen und sind in den Anden für den Transport von Gütern und Ausrüstung unentbehrlich.

Auch im Verhalten unterscheiden sich die beiden Neuweltkamelide. Alpakas sind im Allgemeinen scheuer und vorsichtiger gegenüber Menschen und anderen Tieren. Sie werden oft als ruhige, sanfte Tiere beschrieben. Lamas hingegen können eigenwilliger und weniger zahm sein. Sie haben einen ausgeprägteren Schutzinstinkt und können gegenüber Fremden misstrauisch sein.

Nutzung von Alpakas

Die Züchtung von Alpakas geht wie bereits erwähnt auf ihre Nutzung als Woll- und Fleischlieferanten zurück. Aufgrund ihres freundlichen Charakters und sanftmütigen Wesens werden Alpakas in Europa und weiteren Teilen der Erde darüber hinaus als Art Haustiere für Freizeitaktivitäten gehalten. In Deutschland regelt der Alpaka Verband die Vorschriften für eine artgerechte Haltung der südamerikanischen Kamele. Neben Grundversorgungen, die für alle Tiere gelten, wie die richtige Ernährung, Gesundheitsversorgung und Unterbringung zum Schutz vor Regen und Kälte, ist bei Alpakas besonders wichtig zu betonen, dass sie soziale Tiere sind, die nur in Herden gehalten werden dürfen.

Alpakawolle als eine der wertvollsten Wollarten der Welt

Die bekannteste Eigenschaft von Alpakas ist ihre Wolle. Einmal jährlich werden Alpakas geschoren, um ihre wertvolle Wolle zu gewinnen. In Europa wird häufig kritisiert, dass Alpakas auf die Schur angewiesen sind, um im Sommer nicht zu überhitzen. Alpakawolle als Tierquälerei zu bezeichnen ist unserer Meinung nach nicht korrekt, da sie gezüchtete Tiere sind, genauso wie Schafe, Kühe, Hühner, Rinder etc., die sich der Mensch nun einmal zunutze macht. Die Eigenschaften von Alpaka Wolle sind so herausragend, dass sie zu den wertvollsten Wollarten der Welt zählt. Alpaka Fasern sind besonders weich, leicht und wärmend. Sie sind hypoallergen und haben eine natürliche Feuchtigkeitsregulierung, was sie ideal für die Herstellung hochwertiger Slow Fashion Kleidung und Accessoires macht. Alpaka Material, also Alpakawolle, gibt es in fünf unterschiedlichen Qualitätsstufen, wovon Babyalpaka Wolle die höchste ist. Diese Wollart ist genauso weich wie Kaschmir und dabei nachhaltiger und umweltfreundlicher. Wusstest du auch, dass Alpakawolle von Natur aus reich an Keratin ist? Aus diesem Grund wird die Wolle auch für die Herstellung von Alpaka Seifen bei Neurodermitis verwendet.

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Beliebte Freizeitaktivitäten mit Alpakas

Es gibt verschiedene Freizeitaktivitäten und Erlebnisse, die Menschen mit Alpakas genießen können. Alpakas sind sanfte und soziale Tiere. Am bekanntesten ist die Alpaka Wanderung, bei der Menschen mit Alpakas an der Leine in der Natur spazieren gehen. Tierschutzorganisationen kritisieren dies häufig und bezeichnen Alpaka Wanderungen als Tierquälerei, da sie es nicht gewohnt sind, diese Art von Kontakt mit Menschen zu haben. Wir haben mehrere Alpakafarmen in Deutschland besucht und können diese Meinung nicht unterstützen. Die Alpakas werden für maximal eine Wanderung pro Tag eingesetzt und dürfen die restliche Zeit entspannen. Sie sind an Menschen gewöhnt und freuen sich eher über die Aufmerksamkeit der Besucher. So viel zu unseren Beobachtungen … natürlich sollte sich jeder seine eigene Meinung zu dem Thema bilden. Die sportlichere Alternative zur Wanderung mit den Tieren ist das Alpakatrekking, bei der die Wege länger und anspruchsvoller sind. Manchmal sind Alpakas auch Teil besonderer Veranstaltungen wie Geburtstagsfeiern, Hochzeiten oder Junggesellenabschiede. Auch als Therapietiere werden die Andenkamele eingesetzt, weil sie eine beruhigende und stressreduzierende Wirkung auf uns ausüben. Alpaka Therapien helfen Menschen bei emotionalen Herausforderungen oder besonderen Bedürfnissen und sind genauso erfolgsversprechend wie die bekannteren Delfin Therapien.

Lebensweise und Charakter von Alpakas

Niemand muss Angst vor Alpakas haben, die Tiere zeichnen sich durch ihre Sanftmütigkeit aus, was sie zu angenehmen Begleitern im Umgang mit Menschen macht. Bei Gefahr oder wenn sie sich bedrängt fühlen, werden Alpakas nicht aggressiv, sondern treten den Rückzug an. Alpakas sind äußerst soziale Tiere und bevorzugen die Gesellschaft ihrer Herde. Sie sind dazu in der Lage enge Bindungen zu ihren Artgenossen zu entwickeln. Alpakas sind von Natur aus neugierig und zugleich schreckhaft, wenn ihnen etwas oder jemand unbekannt ist. Ich persönlich finde an den Tieren ihre Art der Kommunikation am beeindruckendsten. Sie kommunizieren über ihre Körpersprache, Berührungen und Alpaka Geräusche, die unglaublich niedlich klingen. Wenn sie sich wohlfühlen, kannst du ein sanftes Alpaka Summen hören, bei Gefahr können sie über laute Schreitöne die Herde warnen. Auch die Haltung des Körpers und Kopfes ist wichtiger Bestandteil ihrer Körpersprache. Wenn ein Alpaka seinen Kopf senkt, signalisiert es oft Freundlichkeit. Ein aufgerichteter Kopf kann auf Aufmerksamkeit, Neugierde oder Aufregung hinweisen. Wenn sie ihre Vorderbeine anheben und solzieren, drücken sie Dominanz gegenüber Artgenossen aus. Um Zuneigung oder soziale Bindungen zu zeigen, können sie sich gegenseitig oder auch Menschen sanft berühren. Die genaue Bedeutung der Geräusche und Körpersprache kann je nach Tier und Kontext variieren. Alpakabesitzer, die viel Zeit mit diesen besonderen Tieren verbringen, lernen oft, die subtilen Signale richtig zu interpretieren.

Warum Spucken Alpakas?

In stressigen oder unangenehmen Situationen kann es passieren, dass Alpakas spucken. Dieses Verhalten ist normalerweise auf Artgenossen gerichtet und wird nur selten bei Menschen angewendet. Über das Spucken drücken Alpakas ihre Unzufriedenheit, Frustration oder Angst aus. Das Spucken ist eine Verteidigungstechnik der Tiere. Am häufigsten wenden sie es an, um ihre Dominanz zu zeigen, zum Beispiel indem sie mithilfe des Spuckens Artgenossen von ihrem Futter oder Platz vertreiben. Auch bei Rangordnungskämpfen oder um Unzufriedenheit auszudrücken, spucken Alpakas, um ihrem Ärger Luft zu machen. Nur wenn Alpakas nicht gut an den Kontakt mit Menschen gewöhnt sind oder sich bedrängt fühlen, können sie auch uns Menschen anspucken. Doch das tritt wie gesagt, sehr selten ein, denn einem Alpaka, dass nicht an Menschen gewöhnt ist, kannst du dich normalerweise nicht so nahekommen, dass es dich anspucken könnte.

Kann man Alpakas streicheln?

Alpakas, die für Alpaka Wanderungen oder andere Aktivitäten eingesetzt werden, sind an Menschen gewohnt und lassen sich häufig streicheln. Hier ist allerdings wichtig zu beachten, dass jedes Alpaka seinen individuellen Charakter hat. Während manche Tiere das Alpaka streicheln genießen, mögen andere lieber nicht angefasst werden. Die Besitzer oder Führer auf Alpakafarmen kennen ihre Tiere normalerweise sehr gut und können dir genau sagen, welches Tier du streicheln kannst und bei welchem du es nicht versuchen solltest.

Kann man auf Alpakas reiten?

Wenn du schon einmal ein echtes Alpaka gesehen hast, weißt du wie klein und zierlich die Tiere sind. Und damit hat sich die Frage, ob man auf Alpakas reiten kann, schon beantwortet. Die Anatomie des Alpaka Rückens ist nicht daraus ausgelegt, von oben belastet zu werden und insgesamt sind die Tiere auch nicht stark genug, um viel zusätzliches Gewicht zu tragen. Anders als die artverwandten Lamas, die als Lastentiere eingesetzt werden können.