Alpakas mit Halfter im Stall vor Start des Alpakatrekkings

Alpakatrekking: Ein sportliches Erlebnis in der Natur

Alpakatrekking ist eine aufregende Freizeitaktivität im Freien, die immer mehr Menschen begeistert. Diese einzigartige Erfahrung verbindet die Schönheit der Natur mit dem Charme der sanften und liebenswerten Alpakas. In diesem Artikel zeigen wir dir, wie Alpakatrekking sich von der klassischen Alpaka Wanderung unterscheidet, was diese Aktivität so besonders macht und wie der richtige Umgang mit den südamerikanischen Kamelen aussieht.

 

Was ist Alpakatrekking?

Alpakatrekking ist eine Freizeitaktivität, bei der man in einer Gruppe von Menschen und mit Alpakas wandert. Jeder Erwachsene führt dabei ein Alpaka oder ein Lama an der Leine und passt sich an das Tempo des Tiers an. Alpakas zählen zur Familie der Kamele und werden deshalb auch als Andenkamele oder Neuweltkamelide bezeichnet. Sie leben im Andengebirge von Südamerika auf mehr als 3.000 Höhenmetern in Peru, Bolivien, Chile und Ecuador und sind dort harschen Witterungsbedingungen ausgesetzt, mit hohen Temperaturschwankungen. Alpakas sind für ihre ruhige und freundliche Natur bekannt, neben Alpakatrekking gibt es weitere beliebte Aktivitäten mit den Tieren wie Alpaka Yoga, Alpaka Picknick oder Kindergeburtstag mit Alpakas. Die Tiere haben eine sehr beruhigende Wirkung auf uns Menschen, weshalb sie auch als Therapietiere für Menschen mit Burnout oder Behinderungen eingesetzt werden. Die Alpaka Therapie ist nacherwiesenermaßen genauso effektiv wie die bekanntere Delfin Therapie.

Häufig stellen Kinder beim Alpakatrekking die Frage, ob man auf Alpakas auch reiten kann. Wenn man sich ansieht, wie klein Alpakas sind, wird einem die Antwort schnell klar. Alpakas
eignen sich nicht als Reittiere, aufgrund der Anatomie ihres Rückens. Auch die größeren Lamas werden zwar als Lastentiere genutzt, eignen sich allerdings ebenfalls nicht zum Reiten, da ihr Rücken nicht von oben belastet werden sollte. Wenn Lamas als Lastentiere eingesetzt werden, werden ihnen spezielle Sattel aufgelegt, bei denen das Gewicht an den Seiten hängt.

Wie unterscheidet sich Alpakatrekking von Alpakawanderungen?

Alpakatrekking und Alpakawanderungen ähneln sich stark, weshalb die beiden Begriffe meist Synonym verwendet werden. Der Hauptunterschied liegt in der Dauer und sportlichen Intensität. Während es sich bei Alpakatrekking in der Regel um längere Wanderungen handelt, sind Alpaka Wanderungen meist kürzere Spaziergänge von einer bis maximal zwei Stunden. Sie sind weniger anstrengend als Alpakatrekking Touren, die meist mehrere Stunden oder sogar einen ganzen Tag dauern können. Während es bei Alpaka Wanderungen mehr um die Interaktion mit den Alpakas geht, ist Alpakatrekking mehr auf die Erkundung der Umgebung ausgerichtet. Die längere Dauer der sportlichen Aktivität beim Alpakatrekking erfordert eine gewisse körperliche Fitness, während Alpakawanderungen kürzer und weniger anspruchsvoll sind und sich deshalb für Menschen jeden Alters und Fitnesslevels eignen, sowie auch für Familien mit Kindern. Auf solch einer Tour erfährt man zumeist auch viele spannende Informationen zum Alpaka Fell, das für die Herstellung luxuriöser Alpaka Kleidung verwendet wird. Viele Alpakafarmen verkaufen nach dem Alpakatrekking oder der Wanderung auch gerne kleine Accessoires wie Alpaka Schlüsselanhänger oder Alpaka Seifen, die von Natur aus reich an hautpflegendem Alpaka Keratin sind.

Was ist das Besondere an Alpakatrekking?

Alpakatrekking hat ähnlich wie Alpaka Wanderungen eine Art therapeutische, entschleunigende Wirkung. Alpakatrekking wirkt entspannend und kann Stress abbauen, da Alpakas sich langsam und entspannt fortbewegen, statt hektisch zu agieren. Aus diesem Grund werden Alpakas auch zur Burnout Therapie eingesetzt. Weiterhin haben Alpakas eine sehr positive Wirkung auf uns Menschen, weil sie sehr liebenswerte und soziale Tiere sind, die in der Regel niemals aggressiv agieren. Viele fürchten sich zwar vor dem berühmten Alpaka Spucken, doch setzen sie diesen Abwehrmechanismus gegenüber Menschen nur dann ein, wenn sie bedrängt werden. Innerhalb der Herde spucken sich die Alpakas häufiger an, wenn ein Alpaka dem anderen im Weg steht, zum Beispiel. Auch die Geräusche von Alpakas wie das sanfte Alpaka Summen haben eine beruhigende Wirkung, da sie sehr leise und sanft klingen. Abgerundet wird dieses besondere Erlebnis mit der Naturverbundenheit, bei dem man die Schönheit unserer Erde hautnah erleben und genießen kann.

Wie läuft das Alpakatrekking ab?

Viele Alpakahöfe in Deutschland, Österreich und der Schweiz bieten diese besondere Freizeitaktivität an. Am authentischsten ist es, eine Alpakatrekking Tour in Peru zu erleben, da du die Tiere dort in ihrem natürlichen Lebensraum siehst und gleichzeitig die atemberaubende Berglandschaft der Anden genießen kannst. In der Nähe von Frankfurt am Main, in Deutschland, können wir dir die Alpaka Adventure Farm wärmstens empfehlen. Die Wanderungen oder Trekkingtouren werden dort in kleinen Gruppen durchgeführt und die Alpakas werden mit viel Liebe und Respekt behandelt. Im Internet kannst du recherchieren, welche Alpakafarmen es in deiner Nähe gibt, die Terminbuchung erfolgt meist über ein Online-Formular, per E-Mail oder telefonisch. Zum Alpakatrekking solltest du festes Schuhwerk, bequeme Kleidung, Wasser und Snacks, Sonnenschutzmittel und Insektenschutzmittel sowie dein Handy oder eine Kamera zum Fotografieren mitbringen. Wenn der große Tag gekommen ist, gibt es zumeist eine kurze Einführung zum Tagesablauf und wie man die Alpakas richtig behandelt. Wenn die Tour dann startet, geht meist ein Lama voran, da Alpakas gerne einem Lama folgen. Lamas sind deutlich größer und weniger flauschig als Alpakas, die Unterschiede zwischen Alpakas und Lamas sind vielfältig, was ihre Abstammung und auch ihre Nutzung angeht. Alpakas sind übrigens charakterstarke Tiere, die es überhaupt nicht zulassen würden, dass du sie an der Leine hinter dir herziehst. Stattdessen ist es an dir, dich dem Tempo der Tiere anzupassen und gemächlich durch die Natur zu wandern. Während der Wanderung halten die Alpakas immer mal wieder an, um zu fressen. Du fragst dich, was Alpakas fressen? Sie sind sehr genügsame Tiere, dich sich mit Gras und Heu zufriedengeben und auch nur wenig Wasser benötigen. Alpakatrekking ist ein Erlebnis, dass dir Entschleunigung vom stressigen Alltag und Entspannung pur verspricht.

Kann man Alpakas auch streicheln?

Wie bei jeder Aktivität mit Tieren ist es auch bei Alpakas wichtig, sie richtig zu behandeln. Zuallererst solltest du immer den persönlichen Raum des Alpakas respektieren. Wenn du dich annäherst, solltest du ruhig und langsam vorgehen und abrupte Bewegungen und laute Geräusche vermeiden, um das Alpaka nicht zu erschrecken. Achte auch immer auf die Körpersprache des Alpakas. Bei Anzeichen von Unbehagen wie zum Beispiel das Zurücklegen der Ohren, Zucken oder Weggehen solltest du das Alpaka Kamel in Ruhe lassen und dich nicht weiter annähern. Es gibt Alpakas, die gerne gestreichelt werden und andere, die dies nicht genießen. Bevor du ein Alpaka streichelst, solltest du immer erst deine Hand ausstrecken, damit es dich riechen kann und Vertrauen aufbaut. Beim Streicheln bevorzugen Alpakas meist sanfte Berührungen am Hals.

Ist Alpakatrekking Tierquälerei?

Es gibt Berichte von Tierschutzorganisationen die Alpaka Wanderungen als Tierquälerei bezeichnen. Argumentiert wird damit, dass die Alpakas an der Leine geführt werden und es nicht gewohnt sind, wandern zu gehen. Wir sehen dies anders, da Alpakas keine wildlebenden Tiere sind, sondern gezüchtet und auf Menschen angewiesen. Das Scheren von Alpakas zum Beispiel ist überlebenswichtig für die Tiere, da sie ansonsten überhitzen würden. Alpakas leben nicht in Freiheit im Andengebirge wie die artverwandten Vikunjas oder Guanakos, sondern werden als Nutztiere gehalten. Jetzt fragst du dich bestimmt, ob man Alpakas essen kann? In Deutschland ist dies nicht üblich, in Peru steht Alpaka jedoch häufig auf dem Speiseplan, zum Beispiel als Alpaka Burger. In Deutschland gibt es einen Alpakaverband, der die Regeln zur Haltung von Alpakas bestimmt. Definiert sind hier ausreichend Weidefläche, Schutz vor extremen Wetterbedingungen und die Haltung in Herden, da Alpakas sehr soziale Tiere sind, die niemals allein gehalten werden dürfen. Auf den meisten Alpakafarmen machen die Alpakas nur eine Wanderung am Tag, damit sie den restlichen Tag entspannen können. Die Besitzer der Alpakafarmen haben häufig ein ganz besonderes Verhältnis zu den Tieren aufgebaut und kümmern sich daher mit voller Identifikation um sie.

Zum Abschluss haben wir noch einen Fun Fact für dich. Wusstest du, dass es einen Zusammenhang zwischen Alpakas und Corona gibt? Aktuell werden die Antikörper von Alpakas erforscht, die im Kampf gegen das Coronavirus (COVID-19) helfen können.